Im Original hieß es ja “a rose is a rose is a rose“, aber der berühmte Auspruch einer in den 1920er-Jahren in Paris lebenden amerikanischen Kunstmäzenin passt hervorragend auch auf unseren neuen Blog, den WorldWine Blog.
Ein wenig soll sich dieser Blog nämlich von vielen bereits existierenden unterscheiden: Weder wollen wir hier unter einem modernen Etikett klassische journalistische Arbeit verkaufen – dazu sind die restlichen Seiten von ENO WorldWine da -, noch soll hier Selbstdarstellung und Nabelschau betrieben werden, wie es ja leider in der riesigen, ungemein aktiven Bloggerszene auch gelegentlich der Fall ist.
Zitieren wir – ausnahmsweise einmal – Wikipedia. Ein Blog “ist ein auf einer Website geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal“, heißt es da, und das bedeutet, dass Blogs vor allem eine Qualität haben müssen: die nämlich, authentisch zu sein! Als Journalist die Qualitäten eines bestimmten Weins zu loben, hat nichts mit Bloggen zu tun, aber davon zu erzählen, wie wir gelegentlich von Erzeugern oder PR-Agenturen behandelt werden, sehr wohl.
Als Winzer von den Erfahrungen bei der Vermarktung der eigenen Weine in China zu erzählen oder davon, wie man mit neuen Herausforderungen in Weinberg und Keller fertig geworden ist, als Weinhändler vom leidvollen Verhältnis zur Presse, als Sommelier vom Verhältnis zu den Gästen, als PR-Berater vom Sitzen zwischen allen Stühlen, als Werbeagentur oder Verleger von den geplanten Werbeverboten für alkoholische Getränke, ergo auch Wein …. Das ja, das ist die Art Bloggen, wie wir sie uns vorstellen.
Der WorldWine Blog soll Protagonisten der ganzen Weinwelt ein Sprachrohr sein, mit dessen Hilfe sie von sich berichten, auf ihre Sorgen und Nöte aufmerksam machen können. Er soll ein Forum werden, mit Erfahrungen ausgetauscht und Verständnis gefördert werden können. Wenn dieser Blog dann auch noch wirklich etwas bewegen kann, dann wäre das mehr, als ich es zu hoffen wage.
Themen, so viel sei schon gleich zu Anfang gesagt, gibt es in Hülle und Fülle. Da ist beispielsweise das Gerücht, die Zeitschrift „Stern“ wolle – nach dem langen Artikel des vergangenen Jahres – erneut den Weinhändler Hardy Rodenstock ins Visier nehmen, oder das geplante Gespräch zwischen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD) und Vertretern der Wein- und der Werbewirtschaft sowie der Brauereien, das Mitte November stattfinden soll. Vielleicht hat unser Autor Kai Schubert auch Interessantes aus Vietnam zu berichten, wo er derzeit seine Weine präsentiert, und bestimmt hat Paul Schumacher, einstiger Spiegel-Korrespondent und heutiger Hobbywinzer in Südafrika auch das Eine oder Andere hier beizutragen …..
Ob dieser Versuch, der (deutschsprachigen) Weinwelt ein weltweites Forum zu geben, funktioniert, muss die Zukunft weisen. Der Anfang jedenfalls ist gemacht.
Übrigens: Die derzeit sechs Autoren (einige hängen noch in der Anmeldeschleife fest) möchten nicht allein bleiben. Wer Lust, ein wenig Zeit und vor allem viel zu Erzählen hat (natürlich auf Deutsch), der ist herzlich willkommen, den WorldWine Blog mit zu gestalten.
In diesem Sinne
Ihr und Euer Eckhard Supp