Toskana-Vertikale in München – „Sangiovese in purezza“

14. Dezember 2008

 

Von Astrid Schwarz – Am 4. Dezember habe ich eine meiner schönsten Weinproben erleben dürfen. Eberhard Spangenberg hatte anlässlich des 25jährigen Bestehens seiner Weinhandlung „Garibaldi“ zu einer Vertikalverkostung nach München geladen. Degustiert wurden zwei toskanische Rotweine, die unterschiedlicher nicht sein konnten: Chianti Rufina Selvapiana und der Fontalloro von Fattoria di Felsina, beide reinsortige Sangiovese-Weine, „Sangiovese in purezza“.

Durch die Probe führte uns Franco Bernabei, seit vielen Jahren als Önologe auf beiden Weingütern tätig. Ich kenne Franco seit Mitte der 80iger Jahre, aus meiner Zeit in Montalcino. Ich habe viel von ihm gelernt und er ist mir als Perfektionist und Tüftler in Erinnerung geblieben.

So hatte er auch an diesem Abend alle genauen Daten der Weine, den Klimaverlauf der Jahrgänge und graphische Darstellungen der Geschmackskomponenten dabei. Normalerweise mache ich mir nicht viel aus Analysedaten, aber diesmal war es faszinierend die „trockenen“ Daten der zwölf Weine zu vergleichen. Den Rest des Beitrags lesen »


Quo vadis Jens Priewe?

26. November 2008

 

Von Astrid Schwarz – In seiner Kolumne „Weindrücke“ der letzten Ausgabe der Zeitschrift Merum setzt sich Jens Priewe mit der italienischen Region Apulien auseinander. Besonders mit dem Anbaugebiet Salento geht er hart ins Gericht.

Apulien - Trulli bei Alberobello
Apulien – Trulli bei Alberobello

Die Weine seien ihm zu üppig und unelegant, meint er und fragt sich, was Konsumenten und Kritiker an Weinen wie Gratticiaia, Patriglione, Platone usw. finden. Auch an der Rebsorte Primitivo lässt er kein gutes Haar, 16-prozentige Weine entsprächen nicht mehr den modernen Genussbedürfnissen, die apulischen Weinmacher seien in einer Art „byzantinischer Önologie“ stehengeblieben. Den Rest des Beitrags lesen »