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	<title>WorldWine Blog</title>
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	<description>Die Menschen der Weinwelt auf ENO WorldWine</description>
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		<title>Neue Studie zum Alkoholkonsum von Jugendlichen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 00:34:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckhard Supp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Eckhard Supp &#8211; Es hätte keine bessere Bestätigung für den Standpunkt geben können, den wir in diesem WorldWine Blog und auf den Seiten von ENO WorldWine seit langem vertreten: Eine Metastudie der Universität Newcastle (GB) mit dem Titel &#8222;Impact of Alkohol Consumption on Young People&#8220; (Der Einfluss von Alkoholkonsum auf Jugendliche) hat jetzt fast [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=1066&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Von Eckhard Supp</em> &#8211; Es hätte keine bessere Bestätigung für den Standpunkt geben können, den wir in diesem WorldWine Blog und auf den Seiten von ENO WorldWine seit langem vertreten: Eine Metastudie der Universität Newcastle (GB) mit dem Titel <a href="http://feedproxy.google.com/~r/WineIndustryReport/~3/axsmQ-zZbdo/fuu" target="_blank">&#8222;Impact of Alkohol Consumption on Young People&#8220;</a> (Der Einfluss von Alkoholkonsum auf Jugendliche) hat jetzt fast alle unserer Thesen und Standpunkte, die wir in den letzten Monaten und Jahren &#8211; insbesondere in der Auseinandersetzung mit der ehemaligen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing &#8211; vertraten, in überwältigender Weise bestätigt.</p>
<p>Die Autoren der Metastudie hatten 162 Untersuchungen zum Thema unter die Lupe genommen und ausgewertet, wobei allerdings 60 wegen offensichtlicher methodischer Mängel und Fehler von der Auswertung ausgeschlossen werden mussten &#8211; schönes Kompliment für die Wissenschaftler! Zwar konstatierten sie, dass der Großteil dieser Studien aus den USA stammte und deshalb wenig für die Betrachtung der britischen (und natürlich auch deutschen &#8230;) Situation hergaben, aber da offenbar nur diese USA-lastige Material zur Verfügung stand, hielten sie die Auseinandersetzung mit ihm für relevant genug, um es mithilfe einer Metastudie zu analysieren.</p>
<p>Interessant ist die Studie nicht nur dadurch, dass sie sich ausdrücklich die Risiken und (!) die positiven Seiten des Alkoholgenusses von jungen Leuten vornimmt &#8211; die meisten der in der letzten Zeit veröffentlichten Studien hatte ja immer nur sehr einseitig die negativen Aspekte im Blick -, sondern auch dadurch dass das Profil der Risiken so gar nicht zu dem passen will, was die prohibitionistische Lobby, Bätzing immer feste voran, in den letzten Jahren in die Welt hinausposaunte.<span id="more-1066"></span></p>
<p>Unter den möglichen (!) Ursachen von Alkoholproblemen bei Jugendlichen werden in dem Report unter anderem aufgelistet: eine eventuelle genetische Disposition, physischer oder sexueller Missbrauch im Kindesalter, ein sehr früher Beginn des Alkoholkonsums, insbesondere wenn durch Gruppenerlebnisse motiviert, eine Familiengeschichte von Alkoholproblemen, Verhaltensstörungen im frühkindlichen Alter, Auffälligkeiten im Sozialverhalten bereits im vorpubertären Alter und ein impulsiver, starke Emotionen suchender Charakter. Interessanterweise führt die Studie als einen der Risikofaktoren auch die übertriebene Kritik von Alkoholkonsum gegenüber den Jugendlichen an &#8211; diese bewirkt also das Gegenteil dessen, was sie eigentlich beabsichtigt.</p>
<p>Ebenso interessant ist die Tatsache, dass in der Liste der Risikofaktoren viele der Punkte, die Frau Bätzing und ihren Mitstreitern so am Herzen lagen, vollständig fehlen. Weder wird die Alkoholwerbung als mögliche Ursache jugendlichen Alkoholismus genannt, noch tauchen übertriebener Film- oder TV-Genuss in der Risikoliste auf.</p>
<p>Statt dessen, man höre und staune, listet die Studie aus Newcastle eine Reihe interessanter Elemente auf, die exzessiven Alkoholgenuss unter Jugendlichen wesentlich besser verhindern können als alle Werbeverbote oder restriktiven Maßnahmen zusammen: Allen voran die Tatsache, dass der erste Alkoholgenuss zu Hause, unter der führenden Aufsicht der Eltern stattfinden muss, die Ihre Kinder bei ihrer Annäherung an den Alkohol unterstützen und führen. Bewusste Initiation also statt Verboten und Sanktionen &#8211; so sieht wirksamer Schutz vor Jugendalkoholismus aus.</p>
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		<title>Karnevaleskes Angebot &#8211; leider ernst gemeint</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 13:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckhard Supp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Eckhard Supp &#8211; Normalerweise schreibe ich ja nichts über kommerzielle Angebot und Vorschläge, die mir ins Haus flattern, aber diesmal schlug es dem Fass doch den Boden aus. Ob es nur Naivität oder ein dem Datum (11.11. !!!) geschuldeter Karnevalsscherz war, vermochte ich nicht zu entscheiden: &#8220;(Wir) sind auf der Suche nach Kooperationspartner, die Interesse [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=1061&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Von Eckhard Supp</em> &#8211; Normalerweise schreibe ich ja nichts über kommerzielle Angebot und Vorschläge, die mir ins Haus flattern, aber diesmal schlug es dem Fass doch den Boden aus. Ob es nur Naivität oder ein dem Datum (11.11. !!!) geschuldeter Karnevalsscherz war, vermochte ich nicht zu entscheiden: &#8220;(Wir) sind auf der Suche nach Kooperationspartner, die Interesse haben über Ihre eigene Seite unser Sortiment von derzeit fast 2.500 Weinen Ihren Lesern/ Kunden anzubieten. Natürlich ist dies für Sie kostenfrei&#8220;, so der Text der Mail in (fast perfektem Deutsch), die ich vor einigen Minuten erhielt. Der Online-Shop, auf den sich die Mail bezog, existierte tatsächlich, und neben dem umfangreichen Weinangebot kann man dort ein ganzes Sammelsurium von Waren bestellen.</p>
<p>Dass wir auf ENO WorldWine unter dem Deckmantel des Journalimus keinen Wein vertreiben (im Unterschied zu so vielen Printtiteln, die sich mehr oder weniger gut verschleiert nur allzu gerne vor den Karren kommerzieller Anbieter spannen lassen), dürfte ja nach 12 Jahren einigermaßen bekannt sein und hat einen ganz einfachen Grund: Wir wollen unsere journalistische Unabhängigkeit bewahren, weshalb wir die Sache bei Accessoires oder Ähnlichem, Dingen, die nicht Gegenstand unserer journalistischen Arbeit sind, auch deutlich genauer und gegebenenfalls wohlwollender prüfen würden.</p>
<p>Aber dass uns hier jemand eine Kooperation vorschlägt, mit deren Hilfe er von unseren Lesern Geld einnehmen möchte, und uns dabei generös anbietet, dies sei natürlich für uns &#8222;kostenfrei&#8220;, ist wohl der Gipfel der Unverschämtheit. Nein, man bietet uns keine Provision, keine Anzeigenschaltung oder Ähnliches an! &#8222;Kostenfrei&#8220; soll es sein, wenn wir die Produkte des Anbieters unter die Leute bringen. Solche &#8222;Angebote&#8220; bedürfen wohl keines Kommentars, aber ich kann nur jedem empfehlen, uns nicht mehr mit so etwas zu belästigen, da er in Zukunft riskiert, mit Vor- und Nachnamen öffentlich genannt zu werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Selten so gelacht (oder geweint?) &#8211; Wein in Beef!</title>
		<link>http://enoworldwine.wordpress.com/2009/10/31/selten-so-gelacht-wein-in-beef/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 20:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckhard Supp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Eckhard Supp &#8211; Mit Spannung war Beef!, das neue kulinarische Männermagazin aus dem Hause Gruner &#38; Jahr erwartet worden, und so konnte ich &#8211; trotz der zahlreichen Kritiken oder gar Verrisse im Internet (z. B. hier (&#8222;Zielgruppe verfehlt&#8220;) oder hier (&#8222;wollen mir etwas verkaufen, was gleichzeitig Gegenstand journalistischer Berichterstattung war) oder hier (&#8222;das altbacken daherkommende [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=1041&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Von Eckhard Supp</em> &#8211; Mit Spannung war Beef!, das neue kulinarische Männermagazin aus dem Hause Gruner &amp; Jahr erwartet worden, und so konnte ich &#8211; trotz der zahlreichen Kritiken oder gar Verrisse im Internet (z. B. <a href="http://kaliban.de/2009/10/beef-eine-art-heftkritik/" target="_blank">hier</a> (&#8222;Zielgruppe verfehlt&#8220;) oder <a href="http://allemanfang.tumblr.com/post/221778343/journalistisches-merchandising-a-k-a-beef" target="_blank">hier</a> (&#8222;wollen mir etwas verkaufen, was gleichzeitig Gegenstand journalistischer Berichterstattung war) oder <a href="http://captaincork.com/Beef-Zeitschrift" target="_blank">hier</a> (&#8222;das altbacken daherkommende Magazin für kochende Machos&#8220;) oder <a href="http://nutriculinary.com/2009/07/31/beef-das-neue-gj-foodmagazin-fur-manner-gibt-online-erste-einblicke/#comment-1275" target="_blank">hier</a> (&#8222;an die Arschgeigen unter uns Männern&#8220;), und das Alles noch einmal zusammengefasst <a href="http://meedia.de/details/article/gruner--jahrs-mnner-trio-in-der-kritik_100023966.html?tx_veguestbook_pi1%5Bpointer%5D=1&amp;" target="_blank">hier</a> &#8211; der Versuchung nicht widerstehen, mir eines der neuen Hefte zu kaufen. Um es gleich vorweg zu nehmen, es wurde ein Einkauf, den ich schon nach kurzer Zeit bereute.</p>
<p>Nachdem ich Beef! bei gleich zwei Zeitschriftenhändlern vergeblich unter den Kochzeitschriften gesucht hatte, wies mich eine freundliche ältere Dame darauf hin, dass das Magazin nicht dort, sondern bei den Männermagazinen zu finden sei, was ich dann schon ausgesprochen merkwürdig fand. So, als gehörten Kochzeitschriften per Definition zum &#8222;Frauenbereich&#8220;, während Männer, wenn sie schon kochen, mit dem Weiberkram nichts zu tun haben wollten. Diese Grundhaltung wird dann auch im Heft ausgiebig zelebriert. Da findet man Tipps zur Gründung eines Männerkochclubs &#8211; natürlich unter Ausschluss der Frauen &#8211; und die Tipps zur Herstellung von Mozzarella (aus Kuhmilch, igitt!) sind doppelbödig mit &#8222;New balls, please&#8220; überschrieben.<span id="more-1041"></span></p>
<p>Wo das vor knapp einem Jahr erstmals erschienene Effilee sich mit der Kombination von Kulinarik und Mode noch ganz vorsichtig und nur implizit an erotische Themen herantastete, da wird Beef! auf gelegentlich ausgesprochen vulgäre Weine explizit. &#8222;Kann man eine Frau ins Bett kochen &#8230; &#8220; fragt ein längerer Artikel, der dann allerdings zum angeschnittenen Thema nach sechs &#8222;anregend&#8220; bebilderten Seiten nur die banale, wenn auch vielleicht nicht ganz falsche Auskunft bietet: &#8222;Für sich genommen, ist der Versuch, eine Frau &#8222;ins Bett zu kochen&#8220;, &#8230; genauso dumm wie der, eine Frau &#8222;ins Bett zu schwatzen&#8220;. Komisch, aber fast hätte man das schon vor der Lektüre des Artikels geahnt!</p>
<p><strong>Weinwissen mit Hindernissen</strong></p>
<p>Aber kommen wir zum Wein, der in einem umfangreichen Dossier von 9 Kapiteln auf 15 Seiten zelebriert wird, nachdem einige Seiten vorher bereits &#8222;Unsere Sommelière Stephanie Döring (Ihres Zeichens Angestellte bei der Weinhandelsgruppe Hawesko, wo, vielleicht nicht zufällig, eine Miteignerin von Gruner &amp; Jahr, Angelika Jahr-Stilcken, im Aufsichtsrat sitzt &#8211; ein Schelm, wer Böses &#8230;!) &#8230;&#8220; Hawesko-Weine, hier vornehm als Weine des &#8222;Internetportals TVINO&#8220; kamoufliert, zum 4-Gänge-Menü empfehlen durfte. (Apropos, der Sommelier ist im Deutschen doch der Weinkellner, oder? Wenn sich eine Redaktion eine eigene (&#8222;unsere Sommelière&#8220;) Weinkellnerin leistet, heißt das dann, dass während der Redaktionsarbeit so ausgiebig gebechert wird, dass die Herren Redakteure nicht einmal mehr selbst nachschenken können?)</p>
<p>Schon die ersten Zeilen dieses Weindossiers verursachen bei mir einen mittleren Schluckauf: &#8222;Wein besteht zu 86 Prozent aus Wasser&#8220;, heißt es da nicht ganz unrichtig, aber schon auf derselben Zeilenhöhe, zwei Spalten weiter, erfahren wir, &#8222;Wein besteht nur zu 15-20% aus aroma- und geschmacksbildenden Substanzen.&#8220; Fast bin ich schon versucht, mich darüber aufzuregen, dass da absolut wortwörtlich, aber ohne die zitierte Quelle zu benennen, aus &#8222;meinem&#8220; Weinlexikon zitiert wird, da fällt mir die Diskrepanz zwischen den beiden Zahlen auf: Wenn 86 % des Weins nur Wasser sind, welcher Teil dieses Wassers gehört denn dann bei Weinen mit 20 % geschmacksbildender Substanzen zu diesen, welcher nicht? Und ist geschmacksbildendes Wasser nicht immer etwas, was mit muffigen, fauligen oder salzigen Eindrücken assoziiert wird?</p>
<p>Dass dann beiden Alkoholen zwar die Spuren von Propyl-, Isopropyl- (ein ätherisches Öl, das für den Geruch von grünen Paprikaschoten verantwortlich ist) und Butylalkohol aufgezählt werden, der viel bedeutendere Methylalkohol (im Schnitt etwa 0,1 g/l) aber unterschlagen, wundert da fast schon nicht mehr &#8211; wie übrigens auch nicht die Angabe, der durchschnittliche Alkoholgehalt von Weinen betrage 12 Vol.-%. Wunschdenken?</p>
<p>In diesem Stil geht es mit der Aufzählung der chemischen Bestandteile des Weins weiter: &#8222;0,2 % Kohlenhydrate (unvergärbarer Zucker), bestehend aus Glucose und Fructose&#8220; ist ein Satz, an dem gleich alles falsch ist: Erstens können in süßen Weinen &#8222;Kohlenhydrate, d. h. der Zucker, &#8230; bis zu 250 g/l ausmachen &#8230;&#8220;, und das wäre mehr als ein Viertel des Gesamtgewichts, zweitens handelt es sich hier nicht um unvergärbaren, sondern um unvergorenen Zucker, und drittens ist natürlich Glucose alles andere als unvergärbar &#8211; wo käme sonst der Alkohol im Wein her?</p>
<p><strong>Aktive Verbraucherverdummung</strong></p>
<p>Im nächsten Abschnitt wird&#8217;s dann gemeingefährlich: Hier wird aktive Verbraucherverdummung betrieben! &#8222;Prädikatswein&#8220;, das ist eine Kategorie des deutschen und österreichischen Weingesetzes für qualitativ hochwertige Produkte.&#8220; Dann wären also all die untrinkbaren Billig-Auslesen bei deutschen Discountern per Definition &#8222;hochwertige Produkte&#8220;? Es gehört schon eine ziemliche Portion Frechheit dazu, so etwas zu behaupten. Tatsache ist, dass sich die deutschen und österreichischen Prädikate ausschließlich auf das Mostgewicht der Trauben beziehen, und auf sonst gar nichts. Sonst gehörten sämtliche Großen Gewächse, die wirkliche Qualitätsspitze des deutschen Weinbaus, die ganz ohne Prädikat als einfache Qualitätsweine daherkommen, zur Plörre, zum Plunder?</p>
<p>Feinherb, eine vom Weingesetz nicht vorgesehene, aber nach neuester Rechtsprechung tolerierte Geschmacksangabe für halbtrockene, oft deutlich restsüße deutsche Weine, wird definiert als &#8222;übersteigt die Restzuckergrenze von halbtrocken &#8230;&#8220; und &#8222;&#8230; bezeichnet den Ausbau eines Weines&#8230;&#8220;, trocken wird österreichisch definiert als &#8222;&#8230; bis 9 g/l Restzucker; höchstens 2 g/l weniger Säure&#8220; &#8211; in Deutschland gilt dieser &#8222;Säurevorbehalt&#8220; erst ab 4 g/l &#8211; und bei der Tabelle der Mostgewichte wird&#8217;s schon sprachlich abstrus: &#8222;Kabinett mind. 73°, in Baden bis 85°&#8220; heißt es da beispielsweise, wobei der Leser selbst herausfinden darf, ob die 85° Oechsle in Baden eine Mindest- oder nicht vielmehr eine Höchstgrenze darstellen, mal abgesehen davon, dass die Zahlen ohnehin Schrott sind (bei Wikipedia nachgeschlagen? Pech gehabt!). Beim Eiswein wird Botrytis als Voraussetzung angegeben, was natürlich ebenfalls kompletter Humbug ist.</p>
<p>Und das war nur ein schneller &#8222;Überflug&#8220; der ersten Seite, auf den folgenden geht es im selben Stil weiter. Da wird definiert &#8222;Ausbau (=Art der Vergärung)&#8220;, ungeachtet der Tatsache, dass es sich bei Gärung und Ausbau um zwei vollkommen verschiedene Phasen der Weinbereitung handelt, die französische Appellation Châteauneuf-du-Pape wird (jedenfalls implizit) dem Burgund zugeschlagen und als besonders guter Terroirwein wird derjenige beschrieben, der die &#8222;unverwechselbare (individuelle?, d. Red.) Handschrift des Winzers&#8220; erkennen lasse.</p>
<p><strong>Banalitäten und Dummheiten</strong></p>
<p>Dieses Dossier erinnert in seiner Unsäglichkeit an den Mist, den die Zeitschrift Stern &#8211; nicht zufällig aus dem selben Verlagshaus &#8211; vor einigen Jahren in seiner umfangreichen &#8222;Weinschule&#8220; verzapft hat. <a href="http://captaincork.com" target="_blank">Captain Cork</a> findet diesen Weinteil von Beef! übrigens recht gut (&#8222;enthält ein Weindossier, das alles Wichtige gut zusammenfasst&#8220;), was mich, in aller Freundschaft, zum Nachdenken darüber veranlasst, was zum Teufel die Macher dieser immerhin auf Wein spezialisierten Internetseite veranlasst hat, über den ganzen haarsträubenden Mist weg zu lesen. Aber das muss wohl ihr Geheimnis bleiben.</p>
<p>Fazit: Ob es für diese misogynen Aufguss an Banalitäten und Dummheiten ein Publikum gibt &#8211; vulgo, ob Gruner &amp; Jahr mit dem Machwerk Geld verdienen wird -, wage ich nicht zu prognostizieren. Fast befürchte ich, dass die Rechnung aufgehen könnte, auch wenn sich einer der heftigen Beef!-Kritiker zu dem Seufzer verleiten ließ, er hoffe, dass Männer, wie sie diese Zeitschrift anzusprechen versuche, nicht mehr frei herumlaufen, und wenn mit Viva! vor nicht allzulanger Zeit schon ein anderes Schrottkonzept derselben Abteilung Bankrott anmelden musste. Ich persönlich finde es skandalös, wenn sich ein Verlag, der jahrzehntelang &#8211; wenn auch mit Ausreißern, nicht wahr, liebe Kollegen vom Stern &#8211; die Fahne des Qualitätsjournalismus hochhielt, jetzt glaubt, auf dieser billigsten aller billigen Schienen Geld verdienen zu können. Non olet? Wirklich?</p>
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		<title>Luxus und Kult &#8211; Widersprüchliches aus dem Hause Penfolds</title>
		<link>http://enoworldwine.wordpress.com/2009/10/30/luxus-und-kult-widerspruchliches-aus-dem-hause-penfolds/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 14:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckhard Supp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Eckhard Supp - Die Kulisse konnte spektakulärer nicht sein, und das Wetter spielte, trotz der schon recht niedrigen Oktobertemperaturen, ebenfalls mit. In Stockholms Opernrestaurant, sonniger Blick auf das Schloss des Schwedenkönigs, die Parkanlage des Kungsträdgården und die noblen Hotels der &#8222;Waterfront&#8220; der Södra Blasieholmshamnen inklusive, hatte Australiens Kulterzeuger Penfolds zur Recorking-Clinic geladen.

Peter Gago (li), Chefönologe von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=1027&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Von Eckhard Supp</em> - Die Kulisse konnte spektakulärer nicht sein, und das Wetter spielte, trotz der schon recht niedrigen Oktobertemperaturen, ebenfalls mit. In Stockholms Opernrestaurant, sonniger Blick auf das Schloss des Schwedenkönigs, die Parkanlage des Kungsträdgården und die noblen Hotels der &#8222;Waterfront&#8220; der Södra Blasieholmshamnen inklusive, hatte Australiens Kulterzeuger Penfolds zur Recorking-Clinic geladen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1033" title="Grange_PeterGago" src="http://enoworldwine.files.wordpress.com/2009/10/grange_petergago.jpg?w=400&#038;h=266" alt="Grange_PeterGago" width="400" height="266" /><br />
<em>Peter Gago (li), Chefönologe von Penfolds, beim Evaluieren der<br />
Flaschen eines Sammlers im Stockholmer Opernrestaurant.</em></p>
<p>Penfolds Recorking-Clinic ist eine schon fast legendäre Institution, bei der in den letzten beiden Jahrzehnten weltweit schon mehr als 90.000 Flaschen alter &#8211; 15 Jahre ist das Mindestalter - Rotweine der australischen Kellerei begutachtet, geöffnet, verkostet und mit einem speziellen Label versehen wieder verkorkt wurden. Im Gegensatz zu dem, was gelegentlich in der Presse zu lesen ist, erklärt Peter Gago, der Chefönologe von Penfolds, der diese Veranstaltungen in der Regel selbst leitet, werden nicht nur alte Jahrgänge des Kultweins der Australier, des Grange (früher: Grange Hermitage) neu verkorkt, sondern auch die aller anderen, noch lagerfähigen Rotweine der Kellerei.<span id="more-1027"></span></p>
<p>Für diese Roadshow hat Penfolds eigens drei komplette Ausrüstungen inklusive Kork- und Kapselmaschinen auf drei Kontinenten deponiert, und lädt jedes Jahre in mehreren Städten der Welt die Weinfreunde zum Korktreff. Stockholm stand in diesem Herbst auf dem Programm, folgen werden London, San Francisco und natürlich immer wieder die australischen Metropolen Sydney und Melbourne. Wer seine Weine hierher bringt, tut dies natürlich auf eigenes Risiko, denn neu verkorkt und vom Önologen zertifiziert werden nur Weine, die wirklich weiter lagerfähig sind.</p>
<p>Die Nervosität ist bei den Sammlern, die den Weg ins Stockholmer Opernrestaurant geschafft haben, entsprechend groß: Wird ihr Wein dem strengen Urteil der Önologen standhalten und nicht nur wieder verkorkt, sondern auch zertifiziert werden? Ist das der Fall, dann hat sich der Besuch in der Recorking-Clinic für sie gelohnt, denn nicht selten steigt der Auktionswert von Flaschen mit dem von Gago und seinen Kollegen handsignierten Zusatzetikett beträchtlich.</p>
<p>Wird der Wein allerdings des Zusatzetiketts für nicht mehr würdig befunden, so kann ihr Sammlerwert innerhalb von Sekunden auf Null fallen: Ihres Originalkorkens beraubt und ohne die begehrte Zertifizierung würde kein Auktionator der Welt sie überhaupt noch zur Versteigerung zulassen. Solche Flaschen sind bestenfalls noch trinkbar und sollten diesem Zweck auch möglichst schnell zugeführt werden &#8211; es sei denn ihr Besitzer möchte sie als Souvenir aufbewahren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1035" title="Grange_AlteFlaschen" src="http://enoworldwine.files.wordpress.com/2009/10/grange_alteflaschen.jpg?w=400&#038;h=277" alt="Grange_AlteFlaschen" width="400" height="277" /><br />
<em>Erst Grange Hermitage, dann Grange &#8211; in größeren Sammlungen<br />
finden sich nicht selten Weine des alten und des neuen Namens von<br />
Australiens Kultwein No. 1, dessen Name geändert werden musste,<br />
weil Hermitage in der EU zu den geschützten Herkunftsbezeichnungen gehört.</em></p>
<p>Selbst Chefs großer Unternehmen, Millionäre und Milliardäre, stünden bei diesen Veranstaltungen regelmäßig mit zitternden Händen vor ihm, erzählt Peter Gago schmunzelnd, und bangten um das Schicksal ihrer heißgeliebten Flaschen. Natürlich dürfen sie ihre Weine zusammen mit den Önologen verkosten, und so wird deren Urteil in den seltensten Fällen angezweifelt. Auch für uns wenige angereiste Journalisten bietet sich die Gelegenheit, den einen oder anderen alten Jahrgang zu probieren: Beim Grange sind es in diesem Fall der 1994er, der jüngste überhaupt zugelassene Jahrgang, der sich noch sehr verschlossen, aber von großer aromatischer und geschmacklicher Eleganz zeigt &#8211; vielleicht nicht ganz auf der Höhe, auf der ich ihn vor 10 Jahren zwei Mal erlebte, aber mit Sicherheit noch lange lager- und weiter entwicklungsfähig.</p>
<p>Erstaunlich lebendig und vielschichtig auch der 1981er, wobei sich die geöffneten Flaschen dieses Jahrgangs sehr unterschiedlich präsentierten, und absolut überragend sogar der von Experten häufig nicht so hoch bewertete 1977er, der enorm dichtes, reifes Rot zeigt, tolleWürze und Tiefe im Duft besaß und mit der Lüftung immer rauchiger und komplexer wurde. Mit seiner perfekten, lebendigen Tanninstruktur war das ein noch ungemein frischer, großer Wein.</p>
<p>Für Penfolds, die Adelaider Traditionskellerei aus dem Imperium des Brauereigiganten Foster&#8217;s, ist die Recorking-Clinic ein fantastisches Marketinginstrument für die Kundenbindung. Wer einmal seine Flaschen hier neu verkorken ließ, darf sich als Mitglied einer internationalen Sammlergemeinde betrachten, und wird der Marke Penfolds so schnell nicht untreu werden. Damit dies auch Auswirkungen auf den Absatz der anderen Produkte der Südaustralier hat, dürfen die angereisten Sammler ausgiebig unter den aktuellen Jahrgängen anderer Spitzenweine der Australier kosten, Weine, über die wir demnächst in einem ausführlichen Weinhighlight auf <a href="http://www.enobooks.de" target="_blank">ENO WorldWine</a> berichten werden.</p>
<p>So gekonnt Penfolds hier seine Kultweine zelebrierte, so unverständlich war dann allerdings das, was wenig später in Deutschland präsentiert wurde. Unter der neugierig machenden Bezeichnung &#8222;Luxury &amp; Icon Collection&#8220; wurden hier Penfolds-Weine vorgestellt, die vom Status wirklicher Luxus- und Kultweine (englisch: icon wines) meilenweit entfernt war.</p>
<p>Nicht, dass der Shiraz Kalimna Bin 28 ein schlechter Wein wäre, wobei der präsentierte Jahrgang 2006 allerdings ungewöhnlich plump wirkte, nicht, dass der Chardonnay Tumbarumba Bin 311 keine Aufmerksamkeit verdient hätte. Aber wer solche Weine unter dem Label &#8222;Luxury &amp; Icon&#8220; anbietet, der demoliert vollkommen unnötig und ganz ohne Notwendigkeit das Image seiner wirklichen Luxus- und Kultprodukte, allen voran des Grange oder auch des Cabernet Sauvignon Bin 707, des Shiraz Magill Estate und des sehr modernen Shiraz RWT. Schade eigentlich, aber so fiel auf die tolle Veranstaltung von Stockholm noch nachträglich ein etwas trüber Schatten.</p>
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		<title>Und immer wieder der Blödsinn mit dem Terroir</title>
		<link>http://enoworldwine.wordpress.com/2009/10/29/und-immer-wieder-der-blodsinn-mit-dem-terroir/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 23:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckhard Supp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Eckhard Supp - Dieser Tage stieß ich im Internet (auf decanter.com) auf eine sensationell klingende Meldung: &#8222;US geologists challenge &#8216;gout de terroir&#8217;&#8220;, US-Geologen stellen Terroirgeschmack in Frage. In dem Artikel hieß es, Wissenschaftler im US-Staat Oregon hätten behauptet, dass es so etwas wie einen Terroirgeschmack nicht gebe, wobei die von decanter.com zitierte Fragestellung ihrer Studie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=1023&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Von Eckhard Supp</em> - Dieser Tage stieß ich im Internet (auf decanter.com) auf eine sensationell klingende Meldung: &#8222;US geologists challenge &#8216;gout de terroir&#8217;&#8220;, US-Geologen stellen Terroirgeschmack in Frage. In dem Artikel hieß es, Wissenschaftler im US-Staat Oregon hätten behauptet, dass es so etwas wie einen Terroirgeschmack nicht gebe, wobei die von decanter.com zitierte Fragestellung ihrer Studie schon recht merkwürdig klang: &#8222;Im Rahmen einer Studie von Weinbergsböden haben Geologen, die zur diesjährigen Jahrestagung der Geological Society of America in Portland (Oregon, d. Red.) zusammenkamen, festgestellt, dass der Terroirgeschmack &#8211; wörtlich übersetzt als &#8222;Bodengeschmack&#8220; &#8211; vermutlich nicht durch die Mineralien im Weinberg verursacht wird.&#8220;<span id="more-1023"></span></p>
<p>&#8222;Goût de terroir&#8220; = Bodengeschmack? So jedenfalls wird der Begriff nicht nur in den USA, sondern häufig auch in Deutschland und nicht selten sogar unter Frankreichs Winzern selbst übersetzt bzw. erklärt. Schon diese Ausgangshypothese ist dabei kompletter (sprachlicher) Käse. Zwar findet man in dem einen oder anderen Wörterbuch eine Übersetzung vom Stil &#8222;terroir&#8220; = Boden, aber ein Blick in die französischen Kompendien &#8211; und die sollten es wissen &#8211; belehrt schnell eines Besseren. Der Larousse Französisch-Englisch beispielsweise, den ich als erste Quelle im Internet fand, gibt für &#8222;terroir&#8220; zwei Bedeutungen: Region und Land, im Unterschied zur Stadt. Mein kleiner Pons Französisch-Deutsch kennt sogar nur eine einzige Bedeutung: Gegend.</p>
<p>Schaut man sich an, wie die Franzosen den Begriff &#8222;terroir&#8220; benutzen, so zeigt sich, dass er viel weiter, viel metaphysischer ist, als es die Übersetzung Boden wiedergibt. Wenn es um den Bedeutungsblock Land/Landwirtschaft geht, dann meint &#8222;terroir&#8220; eben nicht den (nackten) Boden als chemisch-physikalisches Phänomen, das ist eher die &#8222;terre&#8220;, sondern dessen landwirtschaftliche Qualität und Eignung &#8211; so schon nachzulesen in Diderots Enzyklopädie: &#8222;TERROIR, s. m. (Agricult.) terrein, ou espace de terre considéré selon ses qualités&#8220;. Das &#8222;terroir aride&#8220; bezeichnet also viel mehr die (generell) trockene Gegend als das (vielleicht nur momentan) trockene Stückchen Erde unter unseren Füßen. Wie das &#8222;territoire&#8220;, das Territorium, d.h. das zu einer Stadt gehörende Ackerland, stammt &#8222;terroir&#8220; zwar von der lateinischen &#8220;terra&#8220; (Erde, Land) ab, aber der Suffix &#8222;-orium&#8220; (im Französischen &#8222;-oir(e)&#8220;) ist eben nicht bedeutungslos, wie es die Gleichsetzung &#8222;terroir&#8220; = Boden unterstellt.</p>
<p><strong>Heimatgeschmack, nicht Bodengeschmack</strong></p>
<p>&#8222;C&#8217;est un écrivain du terroir&#8220; bedeutet, dass ein Schriftsteller in seiner Region, seiner Heimat verwurzelt ist, in gewissem Sinne also ein Heimatdichter (&#8222;poète du terroir&#8220;) ist, und wenn einer seinen &#8222;accent du terroir&#8220; behalten hat, dann kann er die Sprachmelodie seiner Heimatregion nicht verleugnen. Die &#8222;traditions du terroir&#8220; sind ländliche Bräuche, nicht etwa Bodentraditionen, und unser &#8222;goût de terroir&#8220; wird vom Larousse ausdrücklich als figurativer Ausdruck bezeichnet: Der Bodengeschmack ist also viel eher ein Heimat- denn ein Bodengeschmack, und damit sind wir der Sache jetzt endlich ein Stück näher gekommen.</p>
<p>Ein französisches Weinmagazin hat &#8222;terroir&#8220; einmal so definiert: Es sei „die Summe der natürlichen und kulturellen Parameter, die die (geschmackliche, d. Red.) Identität eines Produkts ausmachen &#8230; Es beinhaltet nicht nur geographische, geologische, vegetative und klimatische Aspekte, sondern wird auch von der Art bestimmt, wie der Mensch seine Umgebung wahrnimmt, im Gedächtnis speichert und von Generation zu Generation weitergibt.“ In der modernen Marketingsprache würde man wohl sagen, Terroir ist die an bestimmte Orte (Herkunftsbezeichnungen, Weinbergslagen oder -parzellen) gebundene geschmackliche USP (Unique selling proposition) bestimmter Weine, das also, was den Wein zu etwas geschmacklich Unverwechselbarem, Besonderem macht.</p>
<p>Wer behauptet, Terroirgeschmack bedeute, dass der Wein nach dem Boden schmecke, der muss schon ein arger Tölpel sein. Denn zu den natürlichen Faktoren, die in die Konstitution des Terroirgeschmacks eingehen, das wird gerne vergessen, gehört ja nicht nur die chemische Bodenzusammensetzung, sondern beispielsweise auch die physische Konstitution und das mikrobiologische Profil einer Weinbergslage. Unsere tapferen amerikanischen Geologen haben also in ihrer bizarren Forschungshypothese ungewollt fast Recht gehabt: Wenn &#8222;terroir&#8220; nicht der Boden ist, dann kann ein Wein mit &#8222;goût de terroir&#8220; natürlich auch keinen Bodengeschmack zeigen. Dass sie etwas bewiesen haben, was kein ernster und sachkundiger Mensch (hoffentlich) je behauptet hat, mag man ihnen somit als Verdienst anrechnen.</p>
<p>Wobei sie mit dieser &#8222;Beweisführung&#8220; keinesfalls die ersten waren. Ich erinnere mich an eine Versuchsreihe, die vor vielen Jahren in Franken durchgeführt wurde. Dort platzierte man Container mit unterschiedlichen Böden in derselben Weinbergslagen und bestockte sie mit Setzlingen derselben Rebsorte. Aus der Tatsache, dass nach dem Vinifizieren der ersten Ernte(n) keine geschmacklichen Unterschiede zwischen den Weinen feststellbar waren, hatten die tapferen Franken schon damals geschlossen, so etwas wie Terroirgeschmack (Bodengeschmack) im Wein könne es nicht geben. Recht hatten sie &#8211; im Sinne der falschen Terroirdefinition! Nur dass auch bei Ihnen das Verdikt meines alten Deutschlehrers gegriffen hätte: Thema verfehlt!</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Weinlese – Wein und Weingenuss (1)</title>
		<link>http://enoworldwine.wordpress.com/2009/09/20/weinlese-%e2%80%93-wein-und-weingenuss-1/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Behrens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Von Heinz Behrens &#8211; Schon Aristoteles philosophierte über die positive Inspiration durch Weingenuss
„vergeblich klopft, wer ohne Wein ist, an der Musen Pforte“
und beim Lesen dieser Stelle habe ich erst einmal eine ordentliche Flasche geöffnet. Es ist ein
2004 Malterdinger Bienenberg
Weißer Burgunder Spätlese trocken
Weingut Bernhard Huber (Malterdingen/Baden)
Weiß Gott kein R(h)einfall sondern ein verdammt guter Einfall, denn der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=1021&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p> </p>
<p><em>Von Heinz Behrens</em> &#8211; Schon Aristoteles philosophierte über die positive Inspiration durch Weingenuss</p>
<p style="text-align:center;"><em>„vergeblich klopft, wer ohne Wein ist, an der Musen Pforte“</em></p>
<p>und beim Lesen dieser Stelle habe ich erst einmal eine ordentliche Flasche geöffnet. Es ist ein</p>
<p style="text-align:center;">2004 Malterdinger Bienenberg<br />
Weißer Burgunder Spätlese trocken<br />
Weingut Bernhard Huber (Malterdingen/Baden)</p>
<p>Weiß Gott kein R(h)einfall sondern ein verdammt guter Einfall, denn der gehört zu den besten Weißen Burgundern in unserem Keller. Beim Winzer leider ausverkauft, aber wenn Sie ihn auf einer Weinkarte finden, kurz und trocken zuschlagen. Jeder Schluck ein Genuss! Ansonsten hat Bernhard Huber auch in den Folgejahren wunderbare Weißburgunder gekeltert, ähnlich wie seine badischen Kollegen Andreas Laible in Durbach, Cornelia und Reinhold Schneider in Endingen oder das Weingut Salwey in Oberrotweil am Kaiserstuhl.</p>
<p>Mein Großvater empfahl, möglichst an jedem Tag eine Flasche Wein zu öffnen, sie aber niemals allein zu trinken. Seine Mahnung: „Wenn du den Wein allein vor dich hinsüffelst, spätestens dann ist dein Problem offensichtlich. Und wird kurz darauf auch sichtbar!“</p>
<p>Und er gab mir noch einen Rat mit auf meinen Lebensweg:</p>
<p style="text-align:center;"><em>Das Leben ist zu kurz um schlechte Weine zu trinken.</em></p>
<p>Daran hat er sich gehalten und ist 89 Jahre alt geworden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Unser Gastbeitrag &#8211; Angelo Gaja zur EU-Weinmarktordnung</title>
		<link>http://enoworldwine.wordpress.com/2009/09/20/unser-gastbeitrag-viel-gutes-an-der-eu-weinmarktordnung/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 09:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckhard Supp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Wie immer, wenn die EU regulierend in historisch gewachsene Ordnungssysteme eingreift, sind viele schnell mit einer pauschalen Verurteilung bei der Hand. Aber ist an der neuen Weinmarktordnung wirklich alles so schlecht? Italiens Starwinzer Angelo Gaja zeichnet ein deutlich differenzierteres Bild der neuen Regelwerke.
 
Von Angelo Gaja - Wie soll man die neue Weinmarktordnung bewerten? Ich versuche [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=1014&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p> </p>
<p style="text-align:left;"><em>Wie immer, wenn die EU regulierend in historisch gewachsene Ordnungssysteme eingreift, sind viele schnell mit einer pauschalen Verurteilung bei der Hand. Aber ist an der neuen Weinmarktordnung wirklich alles so schlecht? Italiens Starwinzer Angelo Gaja zeichnet ein deutlich differenzierteres Bild der neuen Regelwerke.</em></p>
<p style="text-align:left;"> </p>
<p><em>Von Angelo Gaja </em>- Wie soll man die neue Weinmarktordnung bewerten? Ich versuche es einmal mit Noten. Eine Eins gebe ich dabei für die Pünktlichkeit. Allen Zweiflern zum Trotz, die meinten, es würde sicher wieder einen Aufschub geben, verabschiedete die Landwirtschaftskommission der EU pünktlich zum 1. August 2009 die Reform der EU-Weinmarktordnung.</p>
<p>Um die Bedeutung dieser Reform zu begreifen, muss man sich das bisherige System der EU-Landwirtschaftsförderung vergegenwärtigen: Über 75% der für den Weinbereich reservierten Ressourcen wurden allein für die Vernichtung der Überproduktion verwendet. Eine Überproduktion, die mitunter bewusst erzeugt worden war.<span id="more-1014"></span></p>
<p><img style="border-bottom:#ff0000 1px dotted;border-top:#ff0000 1px dotted;" src="http://195.30.99.182/sites/all/modules/fckeditor/fckeditor/editor/images/spacer.gif" alt="" width="1" height="1" />Alle Staaten der Union mussten zur Finanzierung dieser Kosten beitragen, weshalb vor allem Großbritannien unter der Regierung Blair gegen diese Verschwendung Sturm gelaufen war und die Halbierung der Beiträge verlangt hatte. Brüssel nutzte die Gunst der Stunde und arbeitete eine grundlegende Reform des Systems aus. Eckpunkte waren dabei die Harmonisierung des Marktes und das Einstellen der Förderung von Überproduktion. Eine Eins gibt es deshalb auch für die Abschaffung der Fördermittel zur Vernichtung der Überproduktion.</p>
<p>Für die Prämien bei Stilllegung von Rebflächen geben ich eine Drei, genauso wie für die Einschränkung des Aufzuckerns, nachdem es kurze Zeit so ausgesehen hatte, als ob dieses vollständig verboten würde. Eine Zwei gibt es für das sukzessive Reduzieren der finanziellen Unterstützung für rektifiziertes Traubenmostkonzentrat (RTK).</p>
<p>Die frei werdenden Ressourcen sollen für Werbung und Promotion des europäischen Weines auf außereuropäischen Märkten verwendet werden. Weil dafür allerdings keinerlei Kontroll- und Aufsichtsinstanzen vorgesehen sind, gibt es hierfür nur die Note sechs. Wir können nur hoffen, dass man aus der Verschwendung der Vergangenheit etwas gelernt hat.</p>
<p>Am Verhandlungstisch in Brüssel machten alle Mitgliedsstaaten ihre Stimme geltend, auch diejenigen, die keinen Wein, dafür aber umso mehr Spirituosen erzeugen. Die Spirituosenerzeuger nehmen in den Ländern Mittel- und Nordeuropas eine bedeutende Position ein und versuchen zunehmend, mit ihren Investitionen auch in der Weinbranche Fuß zu fassen. Sie vor allem sahen ihre Chance gekommen und schlossen sich mit denen zusammen, die hinter vorgehaltener Hand schon seit längerem für eine komplette Liberalisierung des Marktes eingetreten waren. So kam es zur Übereinkunft, eine Reihe von Beschränkungen und Hindernissen bei der Weinbereitung abzuschaffen und die Liste der zulässigen Verfahren zu verlängern. Dafür kann ich nur die Note fünf geben.</p>
<p>Daran, dass wir jetzt den Preis einer zu starken Liberalisierung bezahlen müssen, sind allerdings die traditionell weinproduzierenden Staaten, allen voran Frankreich, Italien und Spanien, nicht ganz unschuldig. Die drei glaubten, ihr übliches Spiel spielen zu können, wenn sie nur geschlossen aufträten: Ich geb‘ dir dies, du gibst mir das. Dabei unterschätzten sie allerdings das politische Gewicht, das die „Spirituosen“länder der EU inzwischen besitzen.</p>
<p>Das eben ist unser gemeinsames Europa: Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass in Zukunft die Belange des Weinbaus nicht mehr allein von Frankreich, Italien und Spanien bestimmt werden.</p>
<p><strong>Es lebe Europa!</strong></p>
<p>Lange Zeit wurden die Bemühungen der EU milde belächelt und mit Sarkasmus abgetan. Sollten sich doch die Bürokraten in Brüssel den Kopf zerbrechen über Länge und Kurvenradius von Bohnen, über die korrekte Farbe von Eierschalen, über Form und Größe von Tomaten, wodurch sie bestimmen wollten, was handelsfähig ist und was nicht. In den Produktionsländern fern von Brüssel kümmerte man sich wenig darum. Die am 1. August eingeführte Weinmarktordnung hingegen ist eine echte Reform, die sich an der öffentlichen Moral und am guten Willen orientiert – heute leider allzu seltene Güter. Sie setzt einen Schlussstrich unter dreißig Jahre Verschwendung öffentlicher Gelder.</p>
<p>Alleine hätten die Weinländer diese Reform nie geschafft, sie gelang nur dank der Länder Nordeuropas. Ein weiterer guter Grund, als Europäer stolz zu sein!</p>
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		<title>Weltmeisterlich daneben &#8211; Del Monego gibt Tipps</title>
		<link>http://enoworldwine.wordpress.com/2009/09/08/weltmeisterlich-daneben-del-monego-gibt-tipps/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 16:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckhard Supp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Von Eckhard Supp &#8211; Weder der Titel eines Weltmeisters &#8211; um genau zu sein eines &#8222;Weltmeisters der Sommeliers 1998&#8243; &#8211; noch der eines &#8222;Masters of Wine&#8220; schützen offenbar vor selbst gröberen Torheiten. Als solche muss man das bezeichnen, was der bekannte Sommelier Markus del Monego schon am 3. August auf den Foodseiten von Fit for [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=1001&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p> </p>
<p><em>Von Eckhard Supp</em> &#8211; Weder der Titel eines Weltmeisters &#8211; um genau zu sein eines &#8222;Weltmeisters der Sommeliers 1998&#8243; &#8211; noch der eines &#8222;Masters of Wine&#8220; schützen offenbar vor selbst gröberen Torheiten. Als solche muss man das bezeichnen, was der bekannte Sommelier Markus del Monego schon am 3. August auf den <a href="http://www.fitforfun.de/ernaehrung/gesund-essen/wein/weintipps-vom-meistersommelier-auf-was-sie-beim-weinkauf-achten-muessen_aid_7890.html" target="_blank">Foodseiten von Fit for fun</a> in Sachen Weinempfehlungen von sich gab.</p>
<p>&#8222;Der beste Wein aus dem Supermarkt&#8220; war der knappe Text überschrieben, in dessen Kürze leider gar keine Würze lag, und der von einer Liste von konkreten Weinempfehlungen aus verschiedenen Supermärkten ergänzt wurde. Die Hauptthese des Artikels war &#8211; vielleicht nicht zufällig? &#8211; unter den &#8222;weiteren Einkaufstipps unseres Experten&#8220; versteckt. Sie lautete: &#8222;Verlassen sie sich nicht auf hohe Preise. Es gibt bereits tolle Weine ab zwei Euro.&#8220;Nein, Sie haben nicht falsch gelesen. Nicht von anständigen, preisgünstigen Weinen für das kleine Budget ist hier die Rede &#8211; &#8222;tolle Weine&#8220;, so der Experte, gebe es bereits für 2 Euro.<span id="more-1001"></span></p>
<p>Wer sich noch an die <a href="http://enoworldwine.wordpress.com/2008/12/07/gute-weine-fur-weniger-als-5-euro-gibt-es-die/" target="_blank">Debatte</a> erinnert, die im vergangenen Jahr über Weinempfehlungen Hendrik Thomas auf Welt online geführt wurde &#8211; der hatte damals behauptet, für weniger als 5 Euro gebe es nur Wirkung, keine Emotion, sprich, allenfalls Weine zum Runterkippen, aber nicht zum wirklichen Genießen &#8211; der muss sich jetzt wie im falschen Film vorkommen. Sicher, den einen oder anderen trinkbaren Wein mag es in der Preisklasse &#8222;2 Euro&#8220; im Supermarkt geben, aber diese dann gleich als &#8222;toll&#8220; zu empfehlen und mit überaus positiven, stark aufgehübschten Kommentaren zu versehen (&#8222;Duft mit feiner Würze, Beerenfrucht und Kirscharomen. Schönes Mundgefühl, feiner Schmelz und gut eingebundene Gerbstoffe&#8220; &#8211; so beschreibt Del Monego einen argentinischen Wein für 1,99 Euro), das geht eindeutig zu weit.</p>
<p>Experten sollten dazu da sein, ihre Leser, d. h. die Konsumenten sachlich richtig und honnett zu beraten, nicht, sie auf den Arm zu nehmen. Denn genau das macht dieser Artikel Del Monegos. Ein paar Kostproben gefällig? Da heißt es beispielsweise &#8222;Wer keine Säure verträgt, wird sich mit Weißwein schwer anfreunden&#8220; &#8211; und was ist mit den unzähligen Weißen (z. B. Burgundern), die weniger als 5 g Säure und einen recht hohen pH-Wert aufweisen? Und weiter: &#8222;&#8230; wer mit herben Komponenten wie Gerbstoffen (Tannine) Probleme hat, wird nie zum Rotweinfan&#8220; Noch nie einen tanninarmen Rotwein getrunken, Herr Del Monego?</p>
<p>Absurd wird es bei den Temperaturempfehlungen. &#8222;Weißwein schmeckt kalt, bei circa acht Grad&#8220;, meint der Starsommelier, und diese Empfehlung hat wohl einen ersten Hintergrund: Nur bei so niedrigen Temperaturen kann man wahrscheinlich eine Reihe der Weinempfehlungen, die dem Artikel folgen, überhaupt schlucken, denn bei 8 Grad besitzt ein Wein weder Duft noch Geschmack, vor allem aber sind Weinfehler meist nicht erkennbar: Er ist nur kalt!</p>
<p>Redigiert wurde der Artikel offenbar auch nicht &#8211; sonst hätte man bei dem knappen Platz zumindest die Wiederholungen (Dass leichte Gerichte leichte Weine und keine schweren Rotweine vertragen, wird gleich zweimal in anderen Worten erklärt) gestrichen. Auch den Unsinn der Speisenempfehlung zu den &#8222;mineralisch(en), charaktervoll(en) &#8230;&#8220; Weinen &#8222;mit feiner Frucht im Duft, aber auch mit deutlich mineralischen Geschmacksnoten&#8220;. Mittlere Säure&#8220; hätte man sonst wohl bemerkt, denn die lautet &#8222;Weine mit feiner Frucht im Duft, aber auch mit deutlich mineralischen Geschmacksnoten&#8220;. Sic!</p>
<p>Vielleicht war ja das Honorar zu mickrig, um sich mehr 10 oder 20 Minuten für das Schreiben dieses Artikels zu verschwenden? Dann hätte Markus del Monego aber besser auf die paar Euros verzichtet. Seinem Ruf hätte das gut getan.</p>
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		<item>
		<title>Rockpool Bar &amp; Grill hat Australiens &#8222;Best wine list of 2010&#8243;</title>
		<link>http://enoworldwine.wordpress.com/2009/08/27/rockpool-bar-grill-hat-australiens-best-wine-list-of-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 23:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[downunderwines]]></category>
		<category><![CDATA[wine award]]></category>
		<category><![CDATA[wine list of the year]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Rockpool gewann in dieser Woche u.a. in den Kategorien ‘New Restaurant of the Year’, ‘Wine List of the Year’ and ‘Maitre d’ of the Year’ und ist mit insgesamt fünf Titeln bestdotiertes Restaurant dieses Jahr in Australien.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=993&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p> </p>
<p><em>Von Michael Brecht</em> &#8211; Der Shooting Star bei der diesjährigen Verleihung der Restaurant Awards des Australian Gourmet Traveller Magazins war das <a href="http://www.downunderwines.net/2009/08/26/rockpools-bar-and-grill-wine-list-on-top-with-3500-wines-in-the-cellar/">Rockpool Bar &amp; Grill</a> aus Sydney, der erst vor fünf Monaten eröffnete Ableger des berühmten Rockpool Restaurants in Sydneys Touristenviertel The Rocks. Wohl verdient, ist es doch eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants hier Down Under. Das Rockpool Bar &amp; Grill gewann in dieser Woche u. a. in den Kategorien &#8222;New Restaurant of the Year&#8220;, &#8222;Wine List of the Year&#8220; and &#8222;Maitre d’ of the Year&#8220; und ist mit insgesamt fünf Titeln bestdotiertes Restaurant des Landes.</p>
<p>Aus meiner Sicht ist natürlich die Weinliste von besonderer Bedeutung. Ich konnte es kaum glauben, als ich bei der Eröffnung erfuhr, dass in den Kellern des Rockpool mehr als 3.500 Weine auf die Verkostung warten. 3.500 Weine &#8211; das bedeutet , dass man fast 10 Jahre lang jeden Tag eine neue Flasche probieren könnte. Der Weinkeller repräsentiert ein Investment von umgerechnet knapp fünf Millionen Euro, mit Weinen, die das Inhaber-Triumvirat David Doyle, Trish Richards und der australische Starkoch Neil Perry in den letzten 20 Jahren sammelte.<span id="more-993"></span></p>
<p>“It is our goal to have selections for all price ranges and tastes, encompassing not only the greatest wines of the 20th Century but also inexpensive and delicious reds that go perfectly with our famous Wagyu Burger”, es sei sein Ziel Weine für jeden Geschmack und Geldbeutel anzubieten, von den größten Weinen des 20. Jahrhunderts, bis zum preiswerten, leckeren Roten, der zum berühmten Wagyu Burger des Restaurants passt, erklärte David Doyle denn auch reichlich stolz bei der Preisverleihung.</p>
<p>Na, dann wollen wir mal sehen: Am oberen Ende der Preisskala finden wir legendäre Weine aus dem 20. Jahrhundert wie 1921er Château d’Yquem, 1945er Romanée-Conti, 1947er Château Cheval Blanc oder einen 1931er Portwein der Quinta do Noval. Spannend finde ich die vertikalen Sammlungen wie beispielsweise 34 verschiedene Weine des berühmten Burgunders La Tâche, 55 verschiedene Montrachets oder die Auswahl von 22 Jahrgängen Château Pétrus zwischen 1900 bis 2000. Australien glänzt mit der Auswahl von 32 Jahrgängen des Grange von Penfolds. Aber, und da hat Doyle nicht geflunkert, das Rockpool bietet auch eine Riesenauswahl an Weinen zwischen 20 und 50 Euro.</p>
<p>Ich werde noch ein paar Jahre brauchen, bis ich diese Weinkarte auch nur ansatzweise erkundet habe, vorausgesetzt, mein Geldbeutel erlaubt mir auch weiterhin dieses Vergnügen. Eines ist jedoch sicher: Das Rockpool Bar &amp; Grill hat innerhalb kürzester Zeit zumindest <a href="http://www.downunderwines.net/">Down Under</a> Kultstatus erlangt. Und das mitten in der Wirtschaftskrise. Chapeau!</p>
Posted in Gastronomie Tagged: Australien, downunderwines, wine award, wine list of the year <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/enoworldwine.wordpress.com/993/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/enoworldwine.wordpress.com/993/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/enoworldwine.wordpress.com/993/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/enoworldwine.wordpress.com/993/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/enoworldwine.wordpress.com/993/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/enoworldwine.wordpress.com/993/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/enoworldwine.wordpress.com/993/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/enoworldwine.wordpress.com/993/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/enoworldwine.wordpress.com/993/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/enoworldwine.wordpress.com/993/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=993&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">michaelbrecht</media:title>
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		<title>Deutsche Weinliebhaber &#8211; für australische Winzer eine Fata Morgana?</title>
		<link>http://enoworldwine.wordpress.com/2009/07/17/deutsche-weinliebhaber-fur-australische-winzer-eine-fata-morgana/</link>
		<comments>http://enoworldwine.wordpress.com/2009/07/17/deutsche-weinliebhaber-fur-australische-winzer-eine-fata-morgana/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 08:42:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[australischer Wein]]></category>
		<category><![CDATA[australischer weinexport]]></category>
		<category><![CDATA[awbc]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Von Michael Brecht &#8211; Der deutsche Markt scheint für australische Weinexporteure ein schweres Pflaster zu sein. Neben einem Überangebot an Tropfen aus allen Ecken dieser Erde erlebt der deutsche Wein in den vergangenen Jahren ein wahres Come-back. Vorbei sind die Zeiten, in welchen der bevorzugte Spruch meines VWL Professors &#8211;  &#8220;wer Rheinhessen säuft, der säuft [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=979&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p> </p>
<p><em>Von Michael Brecht</em> &#8211; Der deutsche Markt scheint für australische Weinexporteure ein schweres Pflaster zu sein. Neben einem Überangebot an Tropfen aus allen Ecken dieser Erde erlebt der deutsche Wein in den vergangenen Jahren ein wahres Come-back. Vorbei sind die Zeiten, in welchen der bevorzugte Spruch meines VWL Professors &#8211;  &#8220;wer Rheinhessen säuft, der säuft auch Aral&#8220; &#8211; durchaus Berechtigung hatte. Ich bereise zur Zeit mein altes Heimatland und genieße viele neue, frische und hochklassige deutsche Weine &#8211; landauf und -ab.</p>
<p>Deutschland war im vorvergangenen Jahr der zweitgrößte Weinmarkt Europas für die australischen Weinexporteure. Allerdings ist der Durchschnittspreis einer australischen Flasche in deutschen Regalen auf unter 2 EUR gerutscht. Eine durchaus normale Konstellation für ein Land, welches seinen Wein mehrheitlich über Supermärkte vertreibt. Leider ist ein solches Preismodell jedoch von nur ganz wenigen grossen Winzern durchzuhalten. Im Vergleich zu dem genannten Durchschnittspreis kostet ein Cappucino in Sydney oder Melbourne mehr. Und qualitativ kann eine solche Preispolitik keine Spitzenprodukte hervorlocken, wir finden in den deutschen Regalen die Weine, die in Australien kaum einer trinkt.<span id="more-979"></span></p>
<p>Und ausgerechnet in diesem schwierigen Markt schliesst die wichtige Australian Wine &amp; Brandy Corporation ihr deutsches Office &#8211; gerade jetzt wo es darauf ankommt Neuerungen aus Down Under, Hintergrundinfos oder auch nur kleinere Erfolgsstories der australischen Winzer zu publizieren. Das nenne ich an der falschen Stelle gespart. Ein Beispiel: Eckhard berichtet mir bei unserem Treffen diese Woche, dass er seit mehreren Wochen vergeblich auf eine Antwort der AWBC aus London auf eine Anfrage wartet &#8211; mit dieser Infopolitik kann man natürlich weder Marktanteile in einem umkämpften Markt halten, geschweige denn in hoeherwertigere Marktsegemente vordringen.</p>
<p>Australischer Wein ist hier in Deutschland ein Massenprodukt &#8211; leider als solches qualitativ minderwertig und wenn hier nicht ganz bald ein frischer Wind einzieht, dann kann der australische Weinexporteur diesen Markt komplett abschreiben. Es sei denn, es gelingt uns über die neuen Onlinemedien wie Blogs oder Twitter eine ganz andere Art der Informationsvermittlung zum Konsumenten aufzubauen. Eno WorldWine und Downunderwines sind ja gute Beispiele für diese neue erfolgreiche Art der &#8222;Kundenbetreuung&#8220;, hier werden Information über Weine, Winzer und Weingegenden von der Basis gegeben.</p>
<p>In Australien sind in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe an hochwertigen Onlinemedien rund um das Thema Wein entstanden. Wir bei <a href="http://www.downunderwines.net/"><strong>Downunderwines</strong></a> feierten kuerzlich den 5.000-ten Abonnenten und liefern inzwischen Marktinformationen aus Down Under für eine ganze Reihe von Medien weltweit. Jetzt müssten wir &#8222;nur noch&#8220; den deutschen Weinliebhaber mit den richtigen Produkten aus Australien beliefern können &#8211; aber an diesem Thema arbeiten wir noch.</p>
Posted in Handel Tagged: australischer Wein, australischer weinexport, awbc <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/enoworldwine.wordpress.com/979/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/enoworldwine.wordpress.com/979/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/enoworldwine.wordpress.com/979/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/enoworldwine.wordpress.com/979/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/enoworldwine.wordpress.com/979/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/enoworldwine.wordpress.com/979/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/enoworldwine.wordpress.com/979/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/enoworldwine.wordpress.com/979/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/enoworldwine.wordpress.com/979/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/enoworldwine.wordpress.com/979/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=enoworldwine.wordpress.com&blog=5228852&post=979&subd=enoworldwine&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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