10. März 2009
Von Eckhard Supp – Wenn der eine oder andere Winzer oder Beobachter in den letzten Tagen geglaubt haben mag, die französische Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot habe angesichts des heftigen Widerstands gegen ihre Gesetzesvorhaben (s. hier… ) den Rückzug angetreten, so musste er sich jetzt eines Besseren belehren lassen. Wie die französische Zeitung Le Figaro und Zeit online heute abend melden, hat die französische Nationalversammlung mit den Stimmen der Opposition ein Gesetz verabschiedet, das trotz leichter Abstriche immer noch überaus restriktiv ist.
So ist es in Zukunft verboten, Alkohol an unter 18-jährige zu verkaufen oder kostenlos auszuschenken – bislang galt die auch in Deutschland gültige Grenze von 16 Jahren -, und an Tankstellen darf in Zukunft bereits ab 18 Uhr – bisher 22 Uhr – auch an Erwachsene kein Alkohol mehr verkauft werden. Mehr noch, Bier darf an Tankstellen in Zukunft überhaupt nicht mehr gekühlt verkauft werden, wobei unklar ist, ob demnächst auch die anschließende Benutzung eines Kühlschranks durch den Käufer verboten wird. Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von Eckhard Supp
8. März 2009
Von Eckhard Supp – Ich lese gerade auf dem Blog von Dirk Würtz, „einige Weinexperten“ hätten seine Empfehlung vom Twitter-Tasting auf der Hannoveraner Cebit (s. hier… ), Cola in den Riesling zu schütten „überhaupt nicht lustig“ gefunden. „Denen kann ich nur zurufen: Nehmt das doch alles nicht so bierweinernst. Es geht auch um den Spaß …“, schließt der Weinmacher aus Rheinhessen an und zieht das traurige Fazit: „Einer meinte gar, dass er absolut nicht verstehen könne, wie ein Weinmacher die Leute dazu auffordern kann Cola in seinen Wein zu schütten. Was soll ich dazu sagen? Am Besten nichts!“ Nun, wer die Diskussion auf Twitter verfolgt hat, muss nicht lange rätseln, wer die „einigen Weinexperten“ und der „Eine“ waren. Ich selbst war damit gemeint.
Ich glaube nicht, dass mich sehr viele, die mich zumindest ein wenig kennen, als übermäßig humorlosen Gesellen wahrnehmen, auch wenn das Dirk Würtz anzunehmen scheint. Er kennt mich übrigens (fast) nicht, sei am Rande vermerkt. Aber darum geht es gar nicht. Viel eher geht es darum, dass Würtz offenbar mit Kritik nichts anfangen kann. Er setzt sich mit ihr nicht auseinander – das ist wohl unter der Würde eines „berühmten“ Weinmachers -, sondern holt einfach ein wunderbares, fast schon klassisches Totschlagargument aus dem Sack: Der Gegenüber versteht einfach keinen Spass! Und basta! Und mehr sagen wir nicht dazu! Den Rest des Beitrags lesen »
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20. Dezember 2008
Von Eckhard Supp – Man mag sich über die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabing Bätzing, aufregen, aber manchmal fragt man sich, ob die Reaktionen auf ihre Ideen, Pläne, Gesetzesentwürfe nicht schlimmer sind als das, was sie selbst vom Stapel lässt. Da meldet sich heute, als Reaktion auf die jüngsten Vorhaben Bätzings (siehe hier und hier), der Präsident des Rheingauer Weinbauverbands zu Wort und diktiert der Nachrichtenagentur ddp einen Kommentar ins Mikrofon, der inkompetenter nicht hätte ausfallen können.
Nein, nicht der Wein sei am Alkoholismus schuld, das seien die andern, die „bösen“ Alkoholika. Vor allem der Konsum von Alkopops sei in Deutschland viel zu hoch und „das Hauptproblem bei Jugendlichen“. Offenbar hat der gute Mann noch nicht mitbekommen, dass der Konsum von Alkopops in Deutschland seit geraumer Zeit stark (!) rückläufig ist? Den Rest des Beitrags lesen »
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19. Dezember 2008
Von Eckhard Supp – Sabing Bätzing, ihres Zeichens Drogenbeauftragte der Bundesregierung und selbsterklärte Sauberfrau der Nation hat sich wieder einmal zu Wort gemeldet. Wenn ich nach dem Treffen in Koblenz, über das ich hier… kurz berichtet habe, glaubte, noch sei nicht Alles verloren, so hat mich die SPD-Politikerin jetzt eines Besseren belehrt: Der Fall ist hoffnungslos!
“Ich werde Orangensaft trinken und Mineralwasser, und am Abend werde ich mir einen schönen Tee gönnen“, wird sie vom Hamburger Abendblatt nach einem Interview zitiert, das sie dem evangelischen Pressedienst (epd) noch kurz vor den Festtagen ins Mikrofon diktierte. Sie wolle mit ihrem Statement „ein breites Bewusstsein“ dafür wecken, dass man Weihnachten auch ohne Alkohol genießen kann. Den Rest des Beitrags lesen »
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23. November 2008
Von Eckhard Supp – Diese Frage scheint auf den ersten Blick reichlich spitzfindig, und doch sollte sie im Zentrum der Auseinandersetzungen um das geplante Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Bekämpfung von Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen stehen. Auch wenn auf Nachfrage alle Verantwortlichen beteuern, natürlich ginge es ihnen immer nur um die Missbrauchsprävention, so ist des Pudels Kern doch ihre mehr oder weniger gut verschleierte Absicht, den Alkoholkonsum generell zu begrenzen und einzuschränken.
Wer die Dokumente, die ENO WorldWine jetzt noch einmal gesammelt und allen Interessierten zugänglich gemacht hat (WorldWine Doku), genau liest, der wird nicht umhin können, jedem, der auf Seiten der „Missbrauchsbekämpfer“ bisher in Erscheinung getreten ist, ein gerüttet Maß an ideologischer Borniertheit attestieren zu müssen. Den Rest des Beitrags lesen »
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