29. Januar 2009
Von Eckhard Supp – Wie hatte ich mein letztes Editorial zum Fall des Stern-Kreuzzugs gegen den Weinsammler und -händler Hardy Rodenstock überschrieben? “Nachgetreten“! Das genau das ist es, was die Redaktion des Stern offenbar partout nicht lassen kann. Und nutzt, in gefährlicher Gratwanderung entlang den Bestimmungen des Pressegesetzes auch eine von Rodenstocks Anwälten gerichtlich erzwungene Gegendarstellung im Handumdrehen dazu, den Generalverdacht gegen Rodenstock aufzufrischen. Diesmal allerdings auf eine fast schon unflätig freche Art und Weise – ohne auch nur die Spur einer Beweisführung: „Rodenstock hat alte Weinetiketten jahrelang auf eigene Rechnung nachdrucken lassen, darunter solche der Familie Rothschild“, heißt es am Ende der unüblich langen „redaktionellen Feststellung“ des Stern.
Das ist genau der selbe unsägliche Stil, den ich auch an den beiden Hauptartikeln des Stern kritisiert hatte. Mario Scheuermann (hier…) und Dirk Würtz (hier…) haben schneller reagiert als ich und die Sache schon ausführlich kommentiert. Ihrem Urteil ist nicht viel hinzuzufügen, nur vielleicht das eine: Wer sich solcher Methoden bedient, gewinnt vielleicht Aufmerksamkeit, aber bestimmt nicht an Glaubwürdigkeit. Das allerdings scheint die Macher des Stern gar nicht sonderlich zu stören.
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Verfasst von Eckhard Supp
17. November 2008
Von Eckhard Supp - Zum Beitrag und zum Editorial von vorgestern fiel mir beim Aufräumen meines Schreibtischs noch die Kopie eines Schreibens in die Hände, das die Geisteshaltung und den Impetus des Stern-Redakteurs Bert Gamerschlag auf den Nenner bringt: Im Mai dieses Jahres schrieb Gamerschlag an Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und wollte diesen vor seinen Karren spannen. Hier einige Auszüge sowie die Reaktion von Schröder:
„Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrter Herr Schröder,
mein Name ist Bert Gamerschlag und ich bin der beim „stern“ für alles Ess- und Trinkbare zuständige Mensch. Dieser Beruf macht normalerweise nichts als Freude. Seit geraumer Zeit interessiere ich mich aber für die Geschäfte des Hardy Rodenstock, der xxxx (den bürgerlichen Namen von Rodenstock haben wir aufgrund des entsprechenden Gerichtsurteils gestrichen) hieß, bis er sich vor etwa 30 Jahren umetikettierte.“ Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von Eckhard Supp
15. November 2008
Von Eckhard Supp - „Der Stern gegen die Fälscher, 1.073ste Episode“, so hätte mein Editorial, das ich gerade veröffentlicht habe, auch überschrieben sein können. Denn seit der Stern selbst einmal dem größten Fälscher der deutschen Nachkriegsgeschichte (Konrad Kujau und seine Hitler-Tagebücher) auf den Leim ging, scheint man in der Redaktion hinter allem und jedem einen Fälscher vermuten zu müssen.
Nachdem Mario Scheuermann auf seinem Blog in den letzten beiden Tagen mit recht minutiöser Recherche die falschen Tatsachenbehauptungen des Artikels von Bert Gamerschlag zu den angeblichen Wein- oder Etikettenfälschungen von Hardy Rodenstock auseinandergenommen hat und auch Dirk Würtz den Weinhändler gegen eine Reihe von Beschuldigungen in Schutz nimmt, lag es mir am Herzen, einmal die unsägliche Diffamierungs-Methodik der beiden bisherigen Artikel von Gamerschlag unter die Lupe zu nehmen. Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von Eckhard Supp