Von Eckhard Supp – Was die triumphalen Nachrichten der letzten Tage und Wochen (z. B. hier… oder hier…) über tolle Zugriffszahlen bei den Online- und sinkende Leserzahlen bei den Printmedien nur schwer schafften – nämlich dem nicht eingeweihten Publikum einen wirklichen Einblick in die Lage der Zeitschriftenverlage und ihrer Medien zu verschafften -, das gelang einer gar nicht weihnachtlichen Meldung vom Heiligen Abend um so besser: Bernd Kundrun, der Vorstandsvorsitzende des Hamburger Verlagshauses Gruner & Jahr und Mitglied im Bertelsmann-Vorstand, so hieß es, habe das Handtuch geworfen und seinen Sitz bei Bertelsmann niedergelegt. Seitdem wurde außerdem bekannt, dass Kundrun auch bei GuJ abgelöst wird – voraussichtlich durch den bis dato für das deutsche Zeitschriftengeschäft Verantwortlichen, Bernd Buchholz.
Was auch immer der konkrete Anlass für das Ausscheiden Kundruns war (er nennt fehlende Kapitalflüsse von Bertelsmann, wo man in den letzten Jahren 1 Mrd. EUR abgeliefert habe, ohne etwas davon für Investitionen zurückzubekommen, dort wirft man ihm vor, sich um den Vorstandsvorsitz bei Pro7 beworben zu haben – offensichtlich eine Art Hochverrat), der Streit im größten Medienhaus Deutschlands zeigt, dass die Nerven der Verleger blank liegen. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von Eckhard Supp